Warenkreditversicherung

Warenkreditversicherungen (WKV), auch Forderungsausfallversicherungen genannt, schützen Sie vor Forderungsausfällen. Sie verhindern, dass Sie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten und zum Ausgleich einen Kredit aufnehmen müssen.

Vorteile

Absicherung gegen größere Forderungsausfälle

Sichere Liquidität vermeidet Kredite und ermöglicht ein besseres Rating

Bonitätsinformation über Kunden durch die Einschätzung des Versicherers

So wichtig die Warenkreditversicherung, so aufwendig ist die richtige Police. Von der Auswahl des passenden Deckungsmodells bis zur Beratung der optimalen Vertragsstruktur stehen wir Ihnen zur Seite. Wir wissen, worauf es wirklich ankommt.

Warenkreditversicherung gibt Hilfe bei Zahlungsausfall

Die Warenkreditversicherung springt bei Forderungsausfällen für den Zeitraum von Lieferung bis vollständiger Bezahlung ein. Dabei gilt der Dreiklang: Schadensverhütung, Schadensminimierung und Schadensvergütung. Da die Versicherung die Bonität Ihrer Kunden prüft, können Sie als Lieferant schon vorher erkennen, wann ein Zahlungsausfall zu erwarten ist und gar nicht erst das Geschäft eingehen sollten. Zur Schadensminimierung unterstützt die Versicherung Sie auch im Mahnwesen, sollte es zum Zahlungsverzug kommen. Wenn all dies nicht den Forderungsausfall verhindern konnte, ersetzt die Versicherung Ihnen den Ausfall.

Bei der Warenkreditversicherung ist besonders das „Kreditlimit“ wichtig, das für jeden Ihrer Kunden berechnet wird. Dies ist von der Kreditwürdigkeit und finanziellen Stabilität Ihres Kunden abhängig – also von der Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Die Limite können sich verändern, wenn es Anzeichen für eine veränderte Bonität Ihres Kunden gibt. Denn die Warenkreditversicherer sehen sehr früh, welche Unternehmen spät oder gar nicht zahlen. Das kann bis zum Verlust Ihres Versicherungsschutzes für bestimmte Kunden führen.

Drei Deckungsmodelle sind üblich

  1. Blinddeckung: Eine Schadenssumme von 5.000 Euro ist unabhängig vom Kunden immer abgesichert; eine individuelle Bonitätsprüfung des Kunden findet nicht statt.
  2. Pauschaldeckung: Hiermit können in der Regel Forderungen in Höhe von 10.000 bis 30.000 Euro abgedeckt werden. Voraussetzung ist eine positive Kredithistorie – entweder ein entsprechender Bürgel-Vermerk oder eine bestehende Kundenbeziehung mit zwei pünktlichen Zahlungseingängen in den vergangenen zwölf Monaten.
  3. Benanntes Risiko: Die Limit-Höhe ist von der individuellen Bonitätsprüfung des konkreten Kunden abhängig. Dazu müssen Sie jeweils eine Anfrage stellen, die üblicherweise zwischen 10 und 72 Euro kostet und für ein Kalenderjahr gilt. Der Versicherer berechnet dann, welchen Anteil der Forderung er versichert – oder ob er eine Versicherung sogar komplett ablehnt.

Angesichts der derzeit guten Konjunktur in vielen Märkten der Welt werden oft nur höhere Risiken mit einer Warenkreditversicherung abgesichert. Bei kleinen Forderungen, wie sie zum Beispiel durch eine Blind- oder Pauschaldeckung abgesichert werden, ist die Finanzierungssituation des Lieferanten meist ausreichend, um eventuelle Forderungsausfälle selbst zu schultern. Im Bereich der bekannten Risiken sind entsprechend steigende absolute Limite zu beobachten.

Warenkreditversicherung ersetzt 70-90 Prozent der Netto-Forderungen

Zahlt Ihr Kunde nicht in der gesetzten Frist, müssen Sie in der Regel ein eigenes Mahnverfahren anstrengen; sollte dies erfolglos bleiben, wird das Forderungsinkasso an den Warenkreditversicherer übertragen. Sollte auch dieses nach Fristablauf ohne Erfolg sein, tritt der der vorgezogene Versicherungsausfall („Protracted Default“) ein. In der Regel werden Ihnen im Schadensfall 70 bis 90 Prozent der Netto-Forderungen durch den Versicherer ersetzt, der Rest ist Ihre Eigenbeteiligung. Einige Versicherer bieten statt einer Eigenbeteiligung den Verkauf an eine Factoringgesellschaft an; doch ist diese 100-Prozent-Abdeckung in der Regel recht teuer.

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Ihr Ansprechpartner

Michael Thomiczny

+49 651 98127-27