Vertragserfüllungsbürgschaft

Eine Vertragserfüllungsbürgschaft (oder auch Ausführungsbürgschaft) sichert das Risiko ab, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen bis zur Abnahme nicht nachkommt. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn beispielsweise lange Bauphasen vereinbart worden sind.

Vorteile:

  • Sicherheit für Auftraggeber während langer Lieferfristen
  • Liquiditätsschonend, da keine Geldmittel für die Sicherheiten notwendig

Gerade im Baugewerbe, aber auch im Maschinen- und Anlagenbau sind die Insolvenzrisiken während langer Lieferzeiten nicht zu unterschätzen. Wir finden für Sie die optimale Vertragserfüllungsbürgschaft, um kostengünstig diese Risiken für Ihre Auftraggeber abzusichern. Sprechen Sie uns gerne an.

Vertragserfüllungsbürgschaft bei langen Herstellzeiten

Üblicherweise gilt bei Vertragspartnern eine Leistung „Zug um Zug“ – salopp gesprochen: Ware gegen Geld. Dadurch ist das Risiko, dass einer der beiden Vertragspartner durch Insolvenz vertragsbrüchig wird, sehr gering. Anders ist es jedoch bei langen Vertragslaufzeiten, wie sie gerade in der Baubranche, aber auch im Maschinen- und Anlagenbau oder der Luft- und Raumfahrtindustrie üblich sind: Mit jedem Tag wächst das Risiko, dass die Gegenpartei ihre Verpflichtung aus dem Vertrag teilweise oder gar nicht erfüllt.

Die Vertragserfüllungsbürgschaft sichert dieses Risiko ab. Bei einer Vertragserfüllungsbürgschaft sichert der Auftraggeber seine Ansprüche ab, dass die Leistung vom Auftragnehmer rechtzeitig und vollständig erbracht wird. Die Absicherung umfasst beispielsweise Schadensersatz wegen Nichterfüllung, Vertragsstrafen bei verspäteter Lieferung oder Mängelansprüche bis zur endgültigen Abnahme. Auch Ansprüche aus der Kündigung – wenn sie berechtigt war – und der Anspruch auf Nichterfüllung des Vertrags bei Lieferanteninsolvenz können mit der Vertragserfüllungsbürgschaft abgesichert werden.

Bei öffentlichen Auftraggebern Vertragserfüllungsbürgschaften üblich

Sowohl private als auch öffentliche Auftraggeber setzen für großvolumige Aufträge mit langen Lieferzeiten Vertragserfüllungsbürgschaften voraus. In der Praxis sind 10 Prozent der gesamten Auftragssumme als Bürgschaftshöhe üblich. Damit soll vor allem das Risiko abgesichert werden, dass bei Insolvenz des Auftragnehmers ein anderer, teurer Auftragnehmer für die Fertigstellung beauftragt werden muss.

2019_jacobs

Ihr Ansprechpartner

Edwin Jacobs

+49 651 98127-130

Vertragserfüllungsbürgschaften und Gewährleistungsbürgschaften

Viele Werkverträge sehen sowohl eine Vertragserfüllungsbürgschaft als auch eine Gewährleistungsbürgschaft vor – eine sogenannte kombinierte Vertragserfüllungsbürgschaft (mehr zur Gewährleistungsbürgschaft hier: Gewährleistungsbürgschaft).

Die Vertragserfüllungsbürgschaft sichert die Erfüllung bis zur Abnahme ab, die Gewährleistungsbürgschaft den Sicherheitseinbehalt für mögliche Ansprüche auf Mängelbeseitigung. Diese beiden Anforderungen werden jedoch häufig als Teil der AGB miteinander kombiniert.

Die Standardklausel schreibt dann vor, dass sämtliche Ansprüche aus dem Vertrag in Höhe von 10 Prozent der Auftragssumme mit einer kombinierten Vertragserfüllungsbürgschaft abgesichert werden müssen. Die 10 Prozent sind zwar zulässig bis zur Abnahme – Gewährleistungsansprüche wegen Werkmängeln nach Abnahme (wie sie die Gewährleistungsbürgschaft absichert) dürfen jedoch laut einem BGH-Urteil nur in Höhe von 5 Prozent der Auftragssumme (Sicherheitseinbehalt) abgesichert werden. Darum muss der Auftraggeber in seinen AGB sicherstellen, dass nach Abnahme nicht mehr als 5 Prozent der Auftragssumme als Sicherheiten einbehalten darf.

Zur Person

Viktor Margaritopoulos

Dipl. Betriebswirt

Geb. 1980, Lebensgefährtin, 1 Kind

Seit 15 Jahren erfolgreich im Vertrieb & Consulting in den Bereichen Versicherung, Industrie, Banken und Finanzen unter anderem bei der Deutschen Bank Privat und Geschäftskunden AG und Euler Hermes Deutschland tätig gewesen.

Mentor und Dozent im Bereich Versicherungswesen & Betriebswirtschaftslehre, u.a. an der Dualen Hochschule Mannheim

Mitglied im Ausschuss Versicherungen der IHK des Saarlandes

Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft e.V.

Zur Person

Kontantin Narykov

Volkswirt/ Anglist

geboren 1991, verheiratet, ein Kind

Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Volkswirtschaft und der Anglistik an der Universität Trier sammelte Narykov internationale Erfahrungen am Finanzstandort Luxemburg.

Im Februar 2018 wechselte er zu Gracher, wo er als Kautionsspezialist tätig ist und zudem das Unternehmen bei der Entwicklung von hauseigenen Softwarelösungen unterstützt.

Zur Person

Edwin Jacobs

Nach Lehre zum Bankkaufmann und Wehrdienst Ausbildung zum Verbandsprüfer bei einem gesetzlichen Prüfungsverband. Daran anschließend einige Jahre Tätigkeit als Bankenprüfer, zuletzt als Prüfungsleiter.

Einer mehrjährigen Tätigkeit als Bereichsleiter Kredit mit Prokura folgten zwei Vorstandsverantwortlichkeiten bei Genossenschaftsbanken.

Ergänzend umfangreiche fachtheoretische Abschlüsse, wie z.B. „Dipl. Bankbetriebswirt“ (ADG) und „Fachwirt für Finanzberatung“ (IHK).

Bei Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG zuständig für die Unterstützung der Kautionsspezialisten sowie als Ausbildungsbeauftragter.

Zur Person

Christoph Spuller

Versicherungskaufmann, Studium der Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Köln am Fachbereich Versicherungswesen.

Verschiedene Tätigkeiten im Vertrieb bei international tätigen Versicherungsmaklern in Deutschland und Luxemburg.

Mehrere Semester Lehrbeauftragter für BWL an der Fachhochschule Trier.

Zur Person

Wolfgang Bäumer

Nach dem Abitur Lehre als Bankkaufmann bei einer Sparkasse mit anschließender Tätigkeit in der Kreditabteilung seines Ausbildungsbetriebes.

Danach Studium der Rechtswissenschaften in Bonn mit Abschluss 2. Staatsexamen. Gefolgt von Tätigkeit im Firmenkundengeschäft bei der Deutschen Bank AG.

Im Anschluss wechselt er ins Immobilienleasinggeschäft bei Tochtergesellschaften der Dresdner Bank und der Commerzbank.

In seiner Position dort hat er zahlreiche große Projekte baulich und finanziell eigenverantwortlich übernommen – insbesondere unter Beachtung internationaler Rechnungslegungsvorschriften.
Seit 2013 bei Gracher mit Schwerpunkt Bau-Industrie und Projektentwickler.

Zur Person

Carl E Hoestermann

Rechtsanwalt

geb. 1961, verheiratet, 3 Kinder

1992 Management Trainee-Programm bei der Deutsche Bank AG, Frankfurt, anschl. Assistent der Geschäftsführung der Filiale Duisburg, dann Filialdirektor zweier großer Filialen.

Ende 1997 Wechsel zur HOCHTIEF AG in Essen, Leitung der Abteilungen Corporate Finance, Investor Relations und Asset Management. Zahlreiche Projekte auch im internationalen Geschäft der HOCHTIEF AG verantwortet. Ab 2004 zusätzlich stv. Vorsitzender des Vorstands des HOCHTIEF Pension Trust e.V., dem Anlagevehikel zur Ausfinanzierung der inländischen Pensionsverbindlichkeiten des Konzerns.

Langjährige internationale Management- und Projekterfahrung, u.a. großvolumige Surety-Fazilitäten für die operativen Beteiligungsgesellschaften in den USA und Kanada verhandelt.

Zur Person

Christian Wolber

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte Herr Wolber internationale Studiengänge in Maastricht (Bachelor in International Business) mit Auslandsaufenthalt in Ecuador und HSG St. Gallen (Master in Banking & Finance).

Nach Abschluss des Studiums arbeitete er zunächst bei Barclays Capital und später bei Citigroup in London im Bereich Leveraged Finance – Kapitalmarktfinanzierung. Dort strukturierte und platzierte Herr Wolber Finanzierungslösungen für Corporate- und Private-Equity-Kunden. Anschließend wechselte er in die Finanzierungsberatung (Debt Advisory) zu Ondra Partners (ebenfalls in London).

Bei Gracher kümmert sich Herr Wolber um den Bereich Finanzierungsberatung. Neben seiner langjährigen Erfahrung im Finanzierungsgeschäft verfügt er über ein weitreichendes Netzwerk an Finanzierungspartnern, bestehend aus Banken, Kreditfonds (Private Debt), Mezzanine-Anbietern sowie zahlreichen sonstigen alternativen Kreditgebern.

Zur Person

Horst Wingenter

Ausbildung zum Bankkaufmann. Innenleiter bei einer Privatbank. Prokurist und Direktor bei zwei internationalen Großbanken. Mitglied der Geschäftsleitung bei Gracher. Beirat mit Sonderaufgaben. Strategieberater. Datenschutzbeauftragter.

Zur Person

Alfons Maria Gracher

verheiratet, drei Kinder

Bankkaufmann, Studium der Betriebswirtschaftslehre, seit 2000 geschäftsführender Gesellschafter der Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH und Co. KG, heute Deutschlands größtem Kautionsdienstleister.

Als Fachreferent und Mitglied des Fachausschusses Finanzen der IHK wird er unter anderem zur Umsetzung von Richtlinien und Regelungen der Europäischen Kommission konsultiert.

Seit 2013 Gründungs- und Vorstandsmitglied des BARDO e.V., hier leitet er den Fachausschuss Kaution. Als Gründungsmitglied der Surety Alliance ist er international vernetzt.