Factoring

Factoring ist eine attraktive Finanzierungsalternative zum Kontokorrentkredit und hilft außerdem, wenn das eigene Kreditlimit bereits (in Spitzen) maximal beansprucht ist. Denn beim Factoring zählt nicht die eigene Bonität, sondern die des Kunden. Unternehmen verkaufen ihre kurzfristigen Forderungen laufend an eine Factoringgesellschaft, die sofort zahlt und selbst erst bei Fälligkeit der Forderung vergütet wird.

Vorteile

schnelle Liquidität, der Factor zahlt sofort

kein Ausfallrisiko

Finanzierung nicht von eigener Bonität abhängig, sondern von der Kundenbonität

gute Factorabilität kann eigene schlechte Bonität heilen

Factoring ist gerade für Wachstumsunternehmen, die wegen langer Zahlungsziele in Liquiditätsschwierigkeiten geraten können, eine attraktive Finanzierungsform. Die Auswahl an Gesellschaften und Verträgen ist riesig – wir haben den Überblick und beraten Sie gerne.

Dank Factoring fast kein Delkredere-Risiko mehr

Beim Factoring werden fortlaufend kurzfristige Geldforderungen gegen einen Kunden an eine Factoringgesellschaft (Factor) veräußert, um nicht bis zum Zahlungsziel auf den Geldeingang warten zu müssen. Der Factor zahlt umgehend, so dass Ihnen sofort Liquidität zufließt. Der entscheidende Unterschied bei dieser Form der Finanzierung gegenüber anderen Finanzierungen: Es kommt nicht auf Ihre eigene Bonität an, sondern auf die Ihrer Debitoren. Factoring macht es also möglich, über die eigene Bonität hinaus Geld zu erhalten. Gerade im Mittelstand ist Factoring mittlerweile sehr beliebt. Allerdings ist angesichts von mehr als 250 Factoringgesellschaften und zahlreichen Vertragsvarianten die Auswahl des passenden Factors nicht ganz einfach.

Dank des Factoringvertrags umgehen Sie als Gläubiger das Delkredere-Risiko fast vollständig, denn das Factoring-Institut finanziert nicht nur zu 80 bis 95 Prozent der Forderungen vor, sondern übernimmt das Risiko der Nichtzahlung vollständig, da es sich um einen echten Forderungsankauf handelt. Sie sichern also nicht nur Ihren Umsatz, sondern auch Ihre Marge. Ihr Kunde zahlt dann erst zum verabredeten Zahlungsziel die Forderungen direkt an den Factor oder an Sie (beim stillen Factoring). Anschließend zahlt der Factor Ihnen die restlichen 10 bis 20 Prozent. Darum ist für den Factor die so genannte „Factorabilität“ wichtig: Eine Rechnung ist factorabel, wenn die Leistung zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung (Einreichung beim Factor) vollständig und Einrede frei erbracht ist.

Dies ist in den meisten Branchen der Fall, allerdings lassen sich Bauleistungen, wo Schäden auch nach Jahren noch auftreten können, nur schwer factorn.

Ein- oder Zweivertragsmodell beim Factoring

Beim Factoring kann zwischen dem Ein- und dem Zwei-Vertragsmodell unterschieden werden: Beim Ein-Vertragsmodell gibt es nur einen Vertrag mit dem Factor, da der Factor selbst eine Warenkreditversicherung abschließt. Beim Zwei-Vertragsmodell schließen Sie selbst die Warenkreditversicherung ab und treten die Ansprüche an den Factor ab. Das Zwei-Vertragsmodell hat den Vorteil, dass auch die Forderungen versichert sind, die der Factor nicht aufgekauft hat. Aus Limit-Gründen kann es durchaus vorkommen, dass der Factor nicht immer alle Forderungen ankauft.

Einige Unternehmen nutzen Factoring nicht über das gesamte Jahr, sondern nur zu Bilanzstichtagen. Da mit Factoring die Forderungen risikoseitig so behandelt werden, als seien sie schon bezahlt worden, können Sie zu Bilanzstichtagen gezielt Ihre Bilanz verkürzen. Das wiederum kann Ihr Rating verbessern und sich positiv auf die Kreditvergabe auswirken. Allerdings: Haben Sie mit dieser Strategie einmal begonnen, wird es schwierig, zu späteren Bilanzstichtagen darauf zu verzichten.

Factoring bietet Hilfe bei langen Zahlungszielen

Factoring ist besonders interessant für Sie, wenn Ihre Kunden eine gute Bonität, aber in der Regel lange Zahlungsziele haben (müssen), etwa aufgrund langer Transportzeiten. Das trifft zum Beispiel auf viele Zulieferer der Automobilhersteller oder Maschinen- und Anlagenbauer zu. Gerade für kleinere Unternehmen, die stark wachsen und in großem Umfang Vorräte und andere Vorleistungen vorfinanzieren müssen, aber nicht den Bonitätsanforderungen für eine entsprechende Kreditaufnahme genügen, ist Factoring eine attraktive Finanzierungsform. Denn nicht zuletzt lassen sich so auch Covenant-Brüche vermeiden.

Factoringgesellschaften setzen in der Regel voraus, dass Forderungen veräußert werden können. Doch inzwischen gibt es auch für zahlreiche Sonderfälle Regelungen und Angebote. Beim stillen Factoring beispielsweise wird die Abtretung an den Factor gar nicht bekanntgegeben; der Schuldner zahlt die geforderte Summe auf ein Sonderkonto ein. Auch für Sonderregelungen wie Eigentumsvorbehalt oder Kick-back-Zahlungen gibt es Lösungen.

André Ofenloch

André Ofenloch

Leiter Factoring
+49 651 98127-135
Sprachen: Deutsch / Englisch

Zur Person

Viktor Margaritopoulos

Dipl. Betriebswirt

Geb. 1980, Lebensgefährtin, 1 Kind

Seit 15 Jahren erfolgreich im Vertrieb & Consulting in den Bereichen Versicherung, Industrie, Banken und Finanzen unter anderem bei der Deutschen Bank Privat und Geschäftskunden AG und Euler Hermes Deutschland tätig gewesen.

Mentor und Dozent im Bereich Versicherungswesen & Betriebswirtschaftslehre, u.a. an der Dualen Hochschule Mannheim

Mitglied im Ausschuss Versicherungen der IHK des Saarlandes

Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft e.V.

Zur Person

Luba Nikiforova

Dipl. Volkswirtin, geb. 1981, 1 Kind

Studierte Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzen an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg gefolgt von einem MSc in European Politics and Governance an der London School of Economics and Political Science.

Seit 15 Jahren als Business Development Expertin in verschieden Bereichen in Bulgarien tätig – Stromhandel, Erneuerbare Energie, Energieeffizienz, EU Finanzierung. War verantwortlich für die Optimierung der Stromkosten für ein energieintensives Industrieunternehmen, welches als erster bulgarischer Industriestromkonsument als Stromhändler für den Eigenverbrauch aktiv tätig wurde und somit große Finanzeinsparungen erzielte.

Seit Mai 2020 bei Gracher als Beraterin im Kautionsversicherungsvertrieb für den bulgarischen Markt tätig.

Zur Person

Tina Weidenaar

Nach einem Betriebswirtschaftsstudium (HEAO) mit Schwerpunkt Banken und Versicherungen, erlangte Tina einen Master in Rechtswissenschaft. Ihre berufliche Laufbahn im Finanzsektor begann sie in der Compliance-Abteilung von Fortis Investments, dem Vermögensverwalter von Fortis.

Nach einer Reihe von weiteren juristischen und kaufmännischen Positionen im Finanzsektor, wurde Tina 2004 Kundenbetreuerin bei der niederländischen Bürgschaftsgesellschaft Nationale Borg.

Mehr als 11 Jahre lang sammelte sie dort wertvolle Erfahrung als Kautionsversicherin. Sie war für ein Portfolio von Unternehmen verantwortlich, das sowohl aus großen KMUs als auch aus (internationalen) börsennotierten Unternehmen bestand.

Seit 2016 leitet Tina Gracher Surety Netherlands, die niederländische Niederlassung von Gracher. Hier liegt der Schwerpunkt Ihrer Arbeit auf der Entwicklung des niederländischen Marktes sowie der Betreuung von internationalen Kunden aus nicht-deutschsprachigen Ländern.

Zur Person

André Ofenloch

geboren 1974, Lebensgefährtin, zwei Kinder

Versicherungskaufmann und Diplom Betriebswirt FH.
Der berufliche Einstieg von André Ofenloch erfolgte 1993 bei der damaligen Allgemeinen Kredit AG (später Coface Deutschland AG) als Analyst und Underwriter im Bereich Creditline. 2003 wechselte er konzernintern zur damals neu gegründeten Factoring-Tochtergesellschaft Coface Finanz GmbH. Dort begann er zunächst als Accountmanager im Bereich Commercial Factoring. Ab 2006 verantwortete Herr Ofenloch dann als Prokurist u.a. die Leitungsfunktionen der Abteilungen Business Development, Institutional Clients/ Refactoring und Reversefactoring. Ab dem Jahr 2014 übernahm er die Position des Vertriebsleiters Factoring und steuerte ab diesem Zeitpunkt das 15 köpfige, dezentrale Factoring Vertriebsteam bis Ende 2018. Zudem begleitete er zeitweise parallel von 2018 bis Ende 2019 die Leitungsfunktion für die neu gegründete Abteilung Neukundenstrukturierung und Onboarding.

Bei Gracher kümmert sich Herr Ofenloch um die Bereiche Factoring, Forderungs- und Einkaufsfinanzierung. Neben seiner langjährigen Erfahrung im Finanzierungs- und Kreditversicherungsgeschäft, verfügt er über ein weitreichendes Netzwerk bestehend aus Kreditversicherern, Factoringanbietern, Kreditinstituten und Einkaufsfinanzierern.

Zur Person

Oleg Narykov

B.A. Französische Philologie, M.Sc. Economics

ledig

Nach erfolgreichem Abschluss der Französischen Philologie mit Nebenfach Volkswirtschaftslehre, absolvierte Oleg Narykov den englischsprachigen Masterstudiengang Economics im Kernfach an der Universität Trier mit der Spezialisierung auf Ökonometrie und Zeitreihenanalysen.
Während seines Auslandsstudiums sammelte er internationale Erfahrungen an den Universitäten Namur und Louvain-la-Neuve.

Seit Mai 2017 war er am Finanzstandort Luxembourg tätig.

Zur Person

Kontantin Narykov

Volkswirt/ Anglist

geboren 1991, verheiratet, ein Kind

Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Volkswirtschaft und der Anglistik an der Universität Trier sammelte Narykov internationale Erfahrungen am Finanzstandort Luxemburg.

Im Februar 2018 wechselte er zu Gracher, wo er als Kautionsspezialist tätig ist und zudem das Unternehmen bei der Entwicklung von hauseigenen Softwarelösungen unterstützt.

Zur Person

Edwin Jacobs

Nach Lehre zum Bankkaufmann und Wehrdienst Ausbildung zum Verbandsprüfer bei einem gesetzlichen Prüfungsverband. Daran anschließend einige Jahre Tätigkeit als Bankenprüfer, zuletzt als Prüfungsleiter.

Einer mehrjährigen Tätigkeit als Bereichsleiter Kredit mit Prokura folgten zwei Vorstandsverantwortlichkeiten bei Genossenschaftsbanken.

Ergänzend umfangreiche fachtheoretische Abschlüsse, wie z.B. „Dipl. Bankbetriebswirt“ (ADG) und „Fachwirt für Finanzberatung“ (IHK).

Bei Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG zuständig für die Unterstützung der Kautionsspezialisten sowie als Ausbildungsbeauftragter.

Zur Person

Christoph Spuller

Versicherungskaufmann, Studium der Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Köln am Fachbereich Versicherungswesen.

Verschiedene Tätigkeiten im Vertrieb bei international tätigen Versicherungsmaklern in Deutschland und Luxemburg.

Mehrere Semester Lehrbeauftragter für BWL an der Fachhochschule Trier.

Zur Person

Wolfgang Bäumer

Nach dem Abitur Lehre als Bankkaufmann bei einer Sparkasse mit anschließender Tätigkeit in der Kreditabteilung seines Ausbildungsbetriebes.

Danach Studium der Rechtswissenschaften in Bonn mit Abschluss 2. Staatsexamen. Gefolgt von Tätigkeit im Firmenkundengeschäft bei der Deutschen Bank AG.

Im Anschluss wechselt er ins Immobilienleasinggeschäft bei Tochtergesellschaften der Dresdner Bank und der Commerzbank.

In seiner Position dort hat er zahlreiche große Projekte baulich und finanziell eigenverantwortlich übernommen – insbesondere unter Beachtung internationaler Rechnungslegungsvorschriften.
Seit 2013 bei Gracher mit Schwerpunkt Bau-Industrie und Projektentwickler.

Zur Person

Carl E Hoestermann

Rechtsanwalt

geb. 1961, verheiratet, 3 Kinder

1992 Management Trainee-Programm bei der Deutsche Bank AG, Frankfurt, anschl. Assistent der Geschäftsführung der Filiale Duisburg, dann Filialdirektor zweier großer Filialen.

Ende 1997 Wechsel zur HOCHTIEF AG in Essen, Leitung der Abteilungen Corporate Finance, Investor Relations und Asset Management. Zahlreiche Projekte auch im internationalen Geschäft der HOCHTIEF AG verantwortet. Ab 2004 zusätzlich stv. Vorsitzender des Vorstands des HOCHTIEF Pension Trust e.V., dem Anlagevehikel zur Ausfinanzierung der inländischen Pensionsverbindlichkeiten des Konzerns.

Langjährige internationale Management- und Projekterfahrung, u.a. großvolumige Surety-Fazilitäten für die operativen Beteiligungsgesellschaften in den USA und Kanada verhandelt.

Zur Person

Christian Wolber

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte Herr Wolber internationale Studiengänge in Maastricht (Bachelor in International Business) mit Auslandsaufenthalt in Ecuador und HSG St. Gallen (Master in Banking & Finance).

Nach Abschluss des Studiums verbrachte er die letzten 12 Jahre in London, zunächst bei Barclays Capital und später bei Citigroup jeweils im Bereich Leveraged Finance – Kapitalmarktfinanzierung. Dort strukturierte und platzierte Herr Wolber Finanzierungslösungen für Corporate- und Private-Equity-Kunden. Anschließend wechselte er in die Finanzierungsberatung (Debt Advisory) zu Ondra Partners (ebenfalls in London).

Bei Gracher kümmert sich Herr Wolber um den Bereich Finanzierungsberatung. Neben seiner langjährigen Erfahrung im Finanzierungsgeschäft verfügt er über ein weitreichendes Netzwerk an Finanzierungspartnern, bestehend aus Banken, Kreditfonds (Private Debt), Mezzanine-Anbietern sowie zahlreichen sonstigen alternativen Kreditgebern.

Zur Person

Horst Wingenter

Ausbildung zum Bankkaufmann. Innenleiter bei einer Privatbank. Prokurist und Direktor bei zwei internationalen Großbanken. Mitglied der Geschäftsleitung bei Gracher. Beirat mit Sonderaufgaben. Strategieberater. Datenschutzbeauftragter.

Zur Person

Alfons Maria Gracher

verheiratet, drei Kinder

Bankkaufmann, Studium der Betriebswirtschaftslehre, seit 2000 geschäftsführender Gesellschafter der Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH und Co. KG, heute Deutschlands größtem Kautionsdienstleister.

Als Fachreferent und Mitglied des Fachausschusses Finanzen der IHK wird er unter anderem zur Umsetzung von Richtlinien und Regelungen der Europäischen Kommission konsultiert.

Seit 2013 Gründungs- und Vorstandsmitglied des BARDO e.V., hier leitet er den Fachausschuss Kaution. Als Gründungsmitglied der Surety Alliance ist er international vernetzt.