Reverse Factoring

Reverse Factoring (auch Lieferanten- oder Einkaufsfinanzierung genannt) hilft bei umfangreichen Vorfinanzierungen. Die Factoringgesellschaft (Factor) übernimmt die Forderung und begleicht diese sofort vollständig. Sie selbst bezahlen den Factor erst zum Ende des mit ihm vereinbarten Zahlungsziels.

Vorteile

Liquidität durch längere Zahlungsziele gegenüber Lieferanten

Skonto-Vorteil und stärkeres Vertrauen beim Lieferanten

größere Unabhängigkeit von Banken

Mit Reverse Factoring entlasten Sie Ihre Kreditlinie und genießen wegen hervorragender Zahlungsmoral das Vertrauen Ihrer Lieferanten. Doch längst nicht jeder Reverse-Factoring-Antrag wird genehmigt. Wir helfen Ihnen, den passenden Factor und Vertrag zu finden.

Reverse Factoring: Schneller Geld, weniger Ausfallrisiko

Beim Reverse Factoring übernimmt die Factoringgesellschaft (Factor) die Forderung Ihres Lieferanten und bezahlt diese umgehend und vollständig – in der Regel innerhalb von fünf Tagen. Sie müssen Ihre Verbindlichkeit erst zum Ablauf des Zahlungsziels an den Factor zahlen. Dadurch genießen Sie einerseits die Vorteile eines sehr guten Zahlungsverhaltens gegenüber Ihrem Lieferanten, schonen aber zugleich Ihre Liquidität und gewinnen an Unabhängigkeit gegenüber Banken.

Beim Reverse-Factoring gehen Lieferant, Kunde und Factor eine Dreier-Beziehung ein: Der Factor kauft Verbindlichkeiten des Lieferanten auf. Der Kunde – Sie – wiederum nimmt die benötigten Waren oder Leistungen vom Lieferanten ab und informiert darüber den Factor. Dieser zahlt den Lieferanten für die Waren unter Ausnutzung von Skonto innerhalb weniger Tage. Sie, also der Abnehmer, wiederum zahlen an den Factor zum vereinbarten Zahlungsziel den Kaufpreis sowie die angefallenen Zinsen.

Durch Reverse Factoring kommt der Lieferant rasch an sein Geld und verringert sein Ausfallrisiko (Delkredere) signifikant. Er genießt damit die Vorteile eines Factoring-Vertrags. Da Sie jedoch den Factor zahlen, verbessert sich Ihre Beziehung zu Ihrem Lieferanten: In der Regel räumt er Ihnen Skonto ein, und Sie stärken Ihre Verhandlungsposition.

Keine Sicherheiten bei Reverse Factoring erforderlich

Der Vorteil für Sie liegt wie beim Factoring aber auch im Gewinn von Liquidität. Sie entlasten die Kreditlinie Ihrer Bank und erhalten dadurch Bewegungsfreiheit. Außerdem sind keine Sicherheiten erforderlich.
Besonders für wachsende Unternehmen, die größere Vorleistungen begleichen, aber ihren Kunden selbst längere Zahlungsziele einräumen müssen, ist Reverse Factoring interessant. In der Automobilindustrie, bei der es auf stabile Lieferketten ankommt, kommt Reverse Factoring häufig zum Einsatz.

Gerade bei einer eigenen schwachen Bonitätsbewertung sollten Sie dieses Finanzierungsinstrument für sich prüfen. Allerdings schauen die Factoringgesellschaften kritisch auf Ihre Bonität. Denn anders als beim Factoring ist die eigene Bonität das ausschlaggebende Kriterium für die Konditionen im Reverse-Factoring-Vertrag. Neben einer Mindest-Bonität (zum Beispiel Creditreform-Index unter 300 Punkten = mindestens mittlere Bonität) sollten Sie mindestens drei Jahre am Markt aktiv sein und im laufenden Geschäftsjahr Gewinn erwirtschaften. Eine weitere Hürde ist die Finanzierungssumme: Das Mindestvolumen liegt bei 2 Millionen Euro. Dies führt dazu, dass derzeit nur etwa einer von zehn Reverse-Factoring-Anträgen erfolgreich ist.

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Ihr Ansprechpartner

Michael Thomiczny

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